DIE ENERGIEWENDE REGIONAL               GESTALTEN

Dezentral. Vernetzt. Gemeinsam.

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Die Energieavantgarde wagt einen Quantensprung

Deutschlands Energiewirtschaft vollzieht einen grundlegenden Wandel. Die Energieavantgarde Anhalt sucht dezentral und gemeinschaftlich im Reallabor Anhalt nach zukunftsfähigen Lösungen.

  • Die Energiewende umfasst weit mehr als den Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien: Es geht um eine Transformation des Energiesystems und eine vollkommen neue Modellierung bestehender Versorgungs- und Nachfragestrukturen. Es geht um ein Verstehen künftiger Marktentwicklungen und Herausforderungen. Das erfordert ein systemisches Neu Denken und ein Ausbrechen aus Konventionen.


  • Die Energieavantgarde Anhalt, eine Standort- und Innovationsoffensive aus der Planungsregion Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg, setzt auf die Umstellung von einer zentralen auf eine dezentrale Energieversorgung. Viele Technologien sind bereits vorhanden, jetzt geht es um deren Implementierung. Im Reallabor Anhalt soll erforscht werden, wie die Energiewende auf regionaler Ebene zum Erfolg geführt werden kann. 


  • In der neuen Energiewelt treten immer mehr Prosumenten auf (Endverbraucher, die in kleinen Anlagen auch selbst produzieren und ins Netz einspeisen). Ausgehend von den Kundenbedürfnissen, sollen aus einem partizipativen Prozess heraus in kurzer Zeit neue Versorgungs- und Servicemodelle für Kunden und Prosumenten entwickelt werden - für eine sozial gerechte, ökologische und wirtschaftlich erfolgreiche Energiezukunft. 

Wer sind wir und welches Ziel verfolgen wir?

Die Energieavantgarde Anhalt, eine Innovationsoffensive aus der Region Anhalt, verfolgt eine Transformation der Energiewelt im Reallabor Anhalt auf dezentraler, regionaler Ebene.

Warum dezentral statt zentral?

Das Reiner Lemoine Institut hat hierzu eine ausführliche Vergleichsstudie durchgeführt und verschiedene wichtige Gründe für dezentrale Ausbaupfade identifiziert...

4 wichtige Gründe für eine dezentrale Energiewende 

  • Weniger Übertragungsnetzausbau 

    Bei einer dezentralen Energieversorgung steht im Sinne eines Selbstversorgungsansatzes statt teuren, unökologischen Übertragungsnetzen der Aus- und Umbau der Verteilnetzte im Vordergrund, von denen die Region direkt profitiert. .


  • Flexibilitätsoptionen leichter aktivierbar

    Erzeugung und Verbrauch lassen sich durch Flexibilitätsoptionen wie bspw. flexible Stromerzeugung und -einsparung oder Lastverschiebung  dezentral jederzeit sicher, kosteneffizient und umweltverträglich synchronisieren. 


  • Geringere Abhängigkeit von Speichern

    Eine dezentral orientierte Energieversorgung ist weniger auf große Speicheranlagen angewiesen und kann auf bestehende Kleinspeicherkonzepte zurückgreifen. 


  • Höhere Beteiligung der Bevölkerung

    Die dezentrale Energiewende bietet die Chance,statt wenigen zentralen Energievorsorgern allen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit der Teilhabe bei der Planung und bei der tatsächlichen Produktion zu ermöglichen. Das schafft eine höhere Akzeptanz.


Wie kann die Energiewende auf dezentraler, regionaler Ebene ein Erfolg werden?

Die Energieavantgarde hat sich wesentliche Fragen gestellt und versucht diese im Reallabor Anhalt beantworten.

Die regionale Energiewende wirft Fragen auf

Die Energieavantgarde Anhalt sucht im Reallabor nach Antworten.

Kann eine nachfragegenaue Deckung des Energiebedarfs aus regenerativen Energien in der Region besser gelingen als in einem zentralen Energiesystem? Braucht es einen regionalen Marktplatz, um die regionale Stromsituation zu berücksichtigen? Muss ein regionaler Marktplatz an einen zentralen Marktplatz gekoppelt sein?

Welchen regulativen Rahmen braucht eine Region? Wie aktivieren wir die regionale Wirtschaft? Wie aktivieren wir die Bürger? Gibt es eine Zahlungsbereitschaft für regional erzeugten Grünstrom? Will jeder Bürger wissen, was der Strom in seinem Zuhause gerade macht? Wie profitieren auch ärmere Bürger von regionaler regenerativer Energie?

Welchen Beitrag leisten Big Data und andere Digitalisierungsformen in einem regionalen Stromsystem? Wie gestalten wir die Konvergenz zwischen Strom, Wärme und Mobilität?



Wie funktioniert das Reallabor Anhalt?

Was genau ist ein Reallabor? Was passiert in dem Reallabor? Wo befindet sich das Reallabor? Welche Handlungs- und Themenfelder werden bearbeitet? Und welche Akteure sind daran beteiligt?

Das Reallabor Konzept

Reallaborforschung als innovativer Ansatz der nachhaltigkeitsorientierten Transformationsforschung

Der Begriff „Reallabor“ bezeichnet einen neuartigen Ansatz der Wissenschaft, bei dem Akteure aus der Praxis und Bürger aus der Region von Anfang an in einen Forschungsprozess einbezogen werden. Auf diese Weise kann ein sozial, ökonomisch und technisch robusteres Wissen generiert werden, das  z. B. für Politik und Wirtschaft leichter anschlussfähig ist und somit insgesamt die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft für eine nachhaltige Entwicklung erhöhen kann. Reallabore schaffen eine Plattform für neue Formate und neue Partnerschaften und fördern dadurch Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Seit Januar 2015 beschäftigt sich die Energieavantgarde Anhalt gemeinsam mit Wissenschaftlern und Praxispartnern aus der Region und aus ganz Deutschland mit der regionalen Umsetzung der Energiewende im Reallabor Anhalt. Das Reallabor-Projekt ist zunächst auf eine Laufzeit von 3 Jahren beschränkt und wird von der Energieavantgarde Anhalt koordiniert

  • Geografische Einordnung

    Die Planungsregion Anhalt als Reallabor-Raum

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  • Die Akteure

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Die drei Handlungsfelder

  • Regionales Energiesystem

    Etablierung eines Energiesystems zur nachfragegenauen Deckung des Energiebedarfs aus regenerativen Energien unter Maßgabe der Wirtschaftlichkeit. 

  • Innovation und Entwicklung

    Gestaltung eines zukunftsoffenen Innovations- und Transformationsprozesses unter Integration sozialer, kultureller, raumbezogener Neuerungen.

  • Vermittlung, Bildung & Tourismus

    Regionale und aktivierende Kommunikation sowie Ansprache aller relevanten Akteure zur Teilnahme im weitergehenden Transformationsprozess. 

Handlungsfeld 1: Regionales Energiesystem

Ziele: Verbesserung des Lastmanagemenst, Entwicklung von Organisationsmodellen, Nutzung übersektoraler Synergieeffekte, Verschränkung mit Wärme und Mobilität Maßnahmen: z.B. Berechnung Reallastgänge, Regionale Merit Order, Visualisierung Marktplatz, Flexibilitätsoptionen.

  • (1) Kopplung (Wiederverbindung) von Energieerzeugung und Nutzung

    a) Einbezug aller Akteure,  b) Möglichkeit der zeitgleichen Einspeisung/Verbrauch, c) Regionale Wertschöpfung, d) Integration der Konvergenzmärkte Wärme und Mobilität

  • (2) Abbildung eines Entwicklungs- und Transformationsprozesses

    a) Einbezug und Fortschreibung der regionalen Merit Order, b) Optimale Größe des Systems, c) Repräsentativität für die gesamte Region

  • (3) Partizipation der Bürger

    a) Teilhabemöglichkeiten der Bürger, Nutzerinnovationen, b) Zahlungsbereitschaft, c) Ressourcen- und Klimaschutz

  • (4) Fehlentwicklungen der Regulierungen identifizieren und Alternativen erproben

    Wirtschaftlichkeit auch in einem post-EEG-Szenario sowie unter den Rahmenbedingungen möglicher Änderungen der politischen Regulierungen, bspw. durch die Untersuchung von Flexibilitätsoptionen & die Definition von Ausgleichsoptionen

  • (5) Gegenseitiger Nutzen von Bilanzkreis und Netz

    a) Systemdienlichkeit (wobei der Begriff noch in unserem Sinne zu definieren ist), b) Netzausgleichreduzierte Transaktionskostenreduzierte, c) Systemkosten

  • (6) Bestandsanlagen nutzen, Repowering und netzoptimierender Zubau

    a) Entwicklung/Erprobung wirtschaftlicher Speicherkapazitäten auch über die Haushaltsgröße hinaus, b) Integration der Kriterien / Regionalfaktor in die Planungsvorgaben (Regionalplanung)

  • (7) Energieeffizienznetzwerke für Unternehmen

    Initiierung von Unternehmernetzwerken in Gewerbegebieten in der Region

  • (8) Energieberatung für Kommunen

    European Energy Award

Handlungsfeld 2: Innovation & Forschung

Zur Verbindung von Energie- und Stoffströmen, zur Reduktion von Pfadabhängigkeiten und zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und reibungslosen Integration von Zukunfts- und Informationstechnologien im Bereich der Energiewirtschaft arbeitet die Energieavantgarde Anhalt mit zahlreichen Forschungspartnern an folgenden Forschungsprojekten:

  • Projekt 1: Avantgardistische Mobilität in der Region Anhalt (Verkehr in Dessau, Dessau-Wörlitzer Eisenbahn, grüner Bahnhof Wittenberg, Bahnwerk Dessau) 

    Projektpartner: INNOZ; Siemens

  • Projekt 2: Prosumenten - Neue Rollen, neue Beteiligung

    Projektpartner: Leibniz Energiewende Verbund

  • Projekt 3: Bildung - Die Karriere des energiemündigen Bürgers

    Projektpartner: Institut für Hochschulbildung (HoF)

  • Projekt 4: BMWi-Förderprogramm "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) / WindNODE

    Projektpartner: BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft)

  • Projekt 5: SMENOS ǀ BMBF (Smart Energy Ostdeutschland)

    Rolle der Energieavantgarde: Modellieren von Energieflüssen in Anhalt

  • Name
  • 3. Handlungsfeld: Bildung und Vermittlung

    Ziele: Erarbeitung von sozialen Innovationen, Einbundng und Engagement möglichst vieler Akteure und Bürger, Leuchttürme schaffen, Datentransparenz herstellen, Komplexität verständlich machen. Maßnahmen: z.B. Szenario-Werkstatt, Regionalforum, aktivierendes BilVeranstaltungen, Showroom, Ansprache von Systemakteuren


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Machen Sie mit bei der Energieavantgarde Transformation in 1000 Tagen. Wir freuen uns über Ihre Beiträge, Fragen und Kommentare.

Der Verein

Vorstand, Beirat und Geschäftsstelle.

  • Thomas Zänger

    DVV Stadtwerke Dessau / 1. Vorsitzender im Vorstand des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Dr. Babette Scurrell

    Vorstand Energieavantgarde Anhalt e.V.(1. Stellvertreterin)

  • Falk Hawig 

    Köthen Energie / 2. Stellvertreter im Vorstand des Energieavantgarde Anhalt e.V.                                                          

  • Harry Rußbült

    ehemaliger Bürgermeister Gräfenhainichen / Schatzmeister im Vorstand des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Dr. Kerstin Schmidt

    Schriftführerin im Vorstand des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Christian Pietschiny

    Künstler / Mitglied im Vorstand  des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Dr. Dagmar Simon

    Wissenschaftszentrum Berlin / Mitglied im Beirat des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Dr. René Mono

    100 prozent erneuerbar stiftung / Mitglied im Beirat des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Dr. Stephan Muschick

    RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbH / Mitglied im Beirat des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Dr. Claudia Perren

    Stiftung Bauhaus Dessau / Mitglied im Beirat des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Dr. Thomas Holzmann

    Umweltbundesamt / Mitglied im Beirat des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Thies Schröder

    Ferropolis / Geschäftsführer der Geschäftsstelle des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

  • Rolf Hennig

    Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Energieavantgarde Anhalt e.V. (Schwerpunkt: Projektengineering &-administration)

  • Patricia Schulz

    Mitarbeiterin der Geschäftsstelle desEnergieavantgarde Anhalt e.V. (Schwerpunkt: Prozesscontrolling & Kooperationen)

  • Barbara Haas

    Mitarbeiterin der Geschäftsstelle des  Energieavantgarde Anhalt e.V. (Schwerpunkt: Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit)

  • Felix Drießen 

    Geschäftsstelle Energieavantgarde Anhalt e.V.

  • Franziska Engels

    Wissenschaftszentrum Berlin / Sozialwissenschaftliche Begleitforschung des Energieavantgarde Anhalt e.V. 

Das Energieavantgarde Netzwerk

Partner und Unterstützer der Energieavantgarde Anhalt

  • RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft

  • HALEAKALA-Stiftung

  • WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

  • Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt

  • 100 prozent erneuerbar stiftung

  • DVV Stadtwerke Dessau

  • Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH

  • Leibniz-Forschungsverbund Energiewende

  • Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH

  • RPG Regionale Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg

  • FERROPOLIS - Stadt aus Eisen

  • halle.neu.stadt. 2050

  • Tilia GmbH

  • Stadtsparkasse Dessau

  • enviaM - Mitteldeutsche Energie AG

  • Bauhaus Dessau

  • Köthen Energie GmbH

  • calyxo GmbH

  • Siemens AG Sector Energy 

  • Reiner-Lemoine-Institut gGmbH

  • Landkreis Anhalt-Bitterfeld

  • Stadt Dessau-Rosslau

  • Stadt Gräfenhainichen

  • Landkreis Wittenberg

  • Hochschule Anhalt


  • TESVOLT GmbH

  • Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen GmbH

Anfahrt

So finden Sie uns

  • Besuchen Sie uns

    Geschäftsstelle Energieavantgarde Anhalt Albrechtstraße 127 , 06844 Dessau-Roßlau

Impressum

Energieavantgarde Anhalt e.V.

Thies Schröder

Geschäftsführung

Albrechtstr. 127

06844 Dessau-Roßlau

Tel: +49 (0) 340 - 516 88 44

Mobil +49 (0)176 - 61723012

Mail: Schroeder@energieavantgarde.de

Web: www.energieavantgarde.de

Sitz des Vereins: Dessau-Roßlau

Registergericht: Amtsgericht Stendal, VR 4138

Steuernummer: 114/142/05064

Geschäftsführer: Thies Schröder

Vorstandsvorsitzende: Thomas Zänger Vorsitzender, Babette Scurrell stv. Vorsitzende

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