Die re-produktive Stadt

Projektziel

Für die kommenden drei Jahre werden die Projektpartner die Idee einer re-produktiven Stadt in verschiedenen Facetten betrachten und mit den Bürgerinnen und Bürgern Visionen für eine mögliche Zukunft der Stadt entwickeln.

Projektpartner

Verbundkoordinator ist der Verein Energieavantgarde Anhalt e. V. Partner in dem Verbundprojekt sind: CEBra - Centrum für Energietechnologie Brandenburg e.V. (BTU Cottbus-Senftenberg) Inter 3 GmbH Institut für Ressourcenmanagement Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik Halle Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP Stadt Bitterfeld-Wolfen und im Unterauftrag: Sustainify GmbH - Institut für nachhaltige Forschung, Bildung, Innovation

Handlungsfelder

Innovation und Entwicklung

Die re-produktive Stadt

20. September 2017 – Fachtag & Messe – Wolfen Nord 

Veranstaltungshinweise Tickets Programm 


Kick-Off am 6. September 2016 

Zum Auftakt des gemeinsamen Projekts trafen sich die Projektpartner am 6. September 2016 im Mehrgenerationenhaus Bitterfeld-Wolfen. Erste Steckbriefe zu prägnanten Orten der Stadt wurden diskutiert, um dort gemeinsam mit der Stadtgesellschaft Werkstätten zur Weiterentwicklung der ausgewählten Orte durchzuführen.

 

„Wir wollen die Stadt verändern, um die Energie- und Nachhaltigkeitswende zu schaffen.“

Dieses Zitat beschreibt den Weg, der in Bitterfeld-Wolfen gegangen werden soll: Die Stadt mit all ihren Bewohner*innen, Unternehmen und Einrichtungen, Ressourcen und Infrastrukturen auf ihre Wandlungsfähigkeit und Wandlungswilligkeit hin abzuklopfen, gemeinsam zu entwickeln und auszuprobieren, wie sie re-produktiv(er) werden kann, wie sie dann aussieht, wie sie wirtschaftet und sich belebt.

 

In der re-produktiven Stadt wird systematisch nach Möglichkeiten gesucht, ungenutzte Ressourcen wie Grünschnitt, Sonne, Wind, Brachflächen etc. und Sekundärressourcen wie bei-spielsweise Abwärme und Abfälle als Ausgangspunkte für etwas Neues zu betrachten, sie zum Wohle der Stadt und ihrer Einwohner weiterzuverwenden oder gleich die Prozesse, die sie her-vorbringen, zu verändern. Wissenschaftlich formuliert lautet dieser konzeptionell-gestalterische Ansatz in Anlehnung an das (Re)Produktivitätskonzept von Biesecker/Hofmeister (2006): die städtischen Produktions- und Konsumtionsprozesse so zu gestalten, dass die stofflich-energetische und die wirtschaftlich-soziale Re-Produktionsfähigkeit der Stadt erhalten bleibt oder sich gar verbessert – denn nur so wird sie nachhaltig und damit dauerhaft überlebensfähig.

 

Ziel ist es, mit der systematischen Verbesserung der stofflich-energetischen und wirtschaftlich-sozialen Re-Produktionsfähigkeit der Stadt Bitterfeld-Wolfen die Blaupause eines möglichen Transformationspfades für einen neuen, infolge von Gebietsreformen gleichwohl sehr verbreiteten Stadttypus zu entwickeln: Die flächige, mittelgroße, polyzentrale Stadt, die für eine Energie- und Nachhaltigkeitswende neue Ansatzpunkte und als Ergebnis neue Stadtbilder und Stadtlandschaften verspricht.

 

Das Projekt wird im Rahmen des Programms FONA / Sozial-ökologische Forschung: Nachhaltige Transformation urbaner Räume vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Förderkennzeichen FKZ 01UR1618A-E

 


Pressemitteilungen:

Inter3 Website

pdf, 79 KB

16-07-28_EAA_Die-re-produktive-Stadt.pdf


Links:

http://rwe.com/blogs/rwestiftung/2016/09/14/bitterfeld-wolfen/

https://www.inter3.de/de/projekte/details/article/die-re-produktive-stadt-energie-und-nachhaltigkeitswende-in-polyzentralen-kommunen.html