Energieavantgarde Anhalt e. V. richtet sich neu aus – 5. Mitgliederversammlung

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kollegen und Freunde der Energieavantgarde Anhalt,

18-02-28_EAA-e.-V._Ergebnisse-der-MV_Neuausrichtung-beschlossen.pdf (61 Downloads)

nach drei Jahren Aufbauarbeit mit Unterstützung der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbH und weiterer Stiftungspartner sieht der Energieavantgarde Anhalt (EAA) e. V. den Ansatz eines regionalen Energiesystems auf Basis der erneuerbaren Energien deutlich bestätigt. Diese Bilanz wurde mit den Mitgliedern des Vereins gestern zur außerordentlichen Mitgliederversammlung in der Lutherstadt Wittenberg gezogen. Konkrete Forschungsprojekte beispielsweise in Bitterfeld-Wolfen ebenso wie die Zusammenarbeit mit Gründerunternehmen in Dessau-Roßlau haben erhebliche Möglichkeiten für ein effizienteres, kostengünstigeres Energiesystem auf regionaler Ebene gezeigt. Diese nachbarschaftlichen Kooperationen zwischen Energieverbrauchern und der Energieerzeugung, die heute zu günstigen Preisen auf jedem Hausdach möglich sind, werden ein stabiles und klimafreundliches Energiesystem wachsen lassen. Und da Strom, Wärme und Mobilität im Verbund betrachtet werden, muss ein solches Energiesystem vor Ort, also lokal und regional gemeinsam mit Stadtwerken und Energieversorgern weiterentwickelt werden.

Wie dieses in der nächsten Phase der Arbeit der Energieavantgarde Anhalt möglich sein wird, diskutierten die Mitglieder des Vereins. Mehrere Möglichkeiten wurden abgewogen, Favorit der Mitglieder wie des Vorstandes, der im Rahmen der gestrigen Sitzung für die Tätigkeit im Jahr 2017 entlastet wurde, ist eine ausgeglichene Grundfinanzierung auf Basis der Mitgliedsbeiträge sowie öffentlicher Gelder und der Zuwendungen von Stiftungen, die die Unabhängigkeit des EAA e. V. ermöglicht. Diese finanzielle Ausstattung soll durch die Finanzierung von spezifischen Projektvorhaben ergänzt werden. Überdies diskutierte der Verein über die mittelfristige Möglichkeit, das Reallabor Anhalt mit Hilfe der Organisationsform einer Laborgenossenschaft zu organisieren. Im Mittelpunkt der weiteren Arbeit sollen die Energiebürger, die sog. Prosumenten stehen. Kurzfristig soll durch bereits gestellte Förderanträge beim Bund und der Europäischen Union sowie bei der innogy Stiftung die Arbeitsfähigkeit des EAA e. V. weiter verbessert werden.

Für die kommenden Monate hat sich der Verein, der sich für eine regionalisierte Energiewende einsetzt viel vorgenommen. In Bitterfeld-Wolfen wird das Projekt „Re-produktive Stadt“ weitergeführt. Das gilt ebenso für die Kooperationen mit dem Reiner Lemoine Institut bezüglich der Analyse der Netzstabilität in Anhalt sowie eines Informations- und Entscheidungsbaukastens, der die konkreten Maßnahmen einer regionalen Energiewende besser vorstellbar und entscheidbar machen wird, für Bürger, Politik, Unternehmen und Verwaltung. Und für das Frühjahr 2019 ist in Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt eine Frühlings-Akademie für den wissenschaftlichen Nachwuchs geplant. Erwartet werden außerdem Entscheidungen zu sieben bereits beantragten Förderprojekten. Vier Vorhaben liegen zur Bewertung bei Bundesministerien und drei Anträge wurden mit Hilfe des Landes Sachsen-Anhalt bei unterschiedlichen Programmen der Europäischen Union eingereicht. Die Entscheidungen über die zumeist über mehrere Jahre laufenden Vorhaben werden in diesem Frühjahr erwartet.

Für den 11. April 2018 lädt der Verein gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft dynamis zu einer Statuskonferenz zur Regionalisierung und Dezentralisierung von Energiesystemen in Deutschland und Europa ein.

In der Anlage erhalten Sie zu Ihrer freundlichen Kenntnisnahme und natürlich zur freien Verfügung die ausführlich Medieninformation des EAA e. V. mit der Ergebnissen der öffentlichen Mitgliederversammlung sowie zu den Partnern und Förderern, ohne deren Engagement die Arbeit des Akteursnetzwerks nicht möglich wäre.

Wir freuten uns, wenn die Ergebnisse der Mitgliederversammlung des EAA e. V. auf Ihr Interesse stießen und Sie in Ihren Medien und/oder Ihren Freundeskreisen darüber berichteten.

Ich bitte um eine Nachricht, falls Sie nicht mehr auf diesem Wege über die Arbeit des Vereins Energieavantgarde Anhalt e. V. informiert werden möchten.

Vielen Dank.

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