Berliner Energietage 2016

Zauberwort „Sektorkopplung“

13. April 2016

Zauberwort „Sektorkopplung“

Energietage2016(2)Die Energietage sind eine echte Großveranstaltung: Vattenfall und Tesla, Fraunhofer und RWTH Aachen, alle sind präsent. Für uns eine Möglichkeit, über die Avantgarde den Mainstream nicht aus den Augen zu verlieren. So geht es dann auch viel um Gebäudeeffizienz und Smart Metering – aber an vielen Stellen blitzen auch die Themen der Energieavantgarde auf: Andreas Kuhlmann, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), nennt die Sektorkopplung das „Zauberwort“ der Energietage und langjährige Besucher freuen sich, dass endlich auch mal über die Wärmewende gesprochen wird.

Aber wie ist das eigentlich mit dieser Sektorkopplung? Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und auf dem Podium „Strom, Wärme, Verkehr – Mit Sektorkopplung zu einer umfassenden Energiewende“ als „Mr. Energiewende“ vorgestellt, nennt seine Prioritäten in der Reihenfolge: erst Effizienzsteigerung, vor allem im Wärmebereich, dann der direkte Einsatz erneuerbarer Energien wo immer möglich und schließlich die weitgehende Elektrifizierung der Wärme- und Mobilitätssektoren. Er macht deutlich: wenn wir den Anteil der Erneuerbaren bis 2050 auf 90% heben möchten, müssen Strom, Wärme und Verkehr komplett fossilfrei funktionieren.

Das hören wir Avantgardisten natürlich gerne – und obwohl unsere Ziele auch die es Mainstreams sind, bei der Umsetzung braucht es noch viel Avantgarde: im Panel „Netzdienliche Gebäude und Quartiere“ ist Konsens: wir brauchen Geschäftsmodelle – wie den Energieavantgarde sie erproben wird. Christian Hochfeld, Geschäftsführer der Agora Verkehrswende, sucht nach einem EEG für den Verkehrsbereich – wie unsere Partner vom InnoZ es entwerfen. Auch im Denken ist noch viel Avantgarde gefragt: welche Rolle Dezentralität in der Wärme spielen kann, welches Verhältnis Stadtwerke zukünftig zu ihren Kunden haben werden, was Inter- und Multimodalität für die Zukunft wirklich bedeuten wird. In den Worten Dagmar Dehmers vom Tagesspiegel: Es bleibt spannend.

Autorin: Patricia Schulz

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