Regionales Energiesystem

Etablierung eines Energiesystems zur nachfragegenauen Deckung des Energiebedarfs aus regenerativen Energien unter Maßgabe der Wirtschaftlichkeit.

Ziele

Verbesserung des Last-managements, Entwicklung von Organisationsmodellen, Nutzung über-sektoraler Synergieeffekte, Verschränkung mit Wärme und Mobilität

Maßnahmen

z.B. Berechnung Real-lastgänge, Regionale Merit Ordner, Visualisierung Marktplatz, Erfassung Flexibilitätsoptionen

Hintergrund

Im Handlungsfeld ‘Regionales Energiesystem’ wurde im Dezember 2015 im Rahmen einer Werkstatt in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt auf Einladung von Frau Dr. Zieschang, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium Sachen-Anhalt, die Grundlage für die weitere Arbeit gelegt. Eine dort entstandene Arbeitsgruppe aus den Geschäftsführern und weiteren Vertretern der regionalen Energieversorger (DVV, Stadtwerke Köthen, Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen und EnviaM) hat im Februar 2016 das weitere Vorgehen vorgeschlagen: Es soll im Sinne der Sektorkopplung komplementär zur bestehenden Regionalen Merit Order für den Stromsektor eine Berechnung der regionalen Wärmebedarfe und -angebote  geben. Damit sind zwei Sektoren einer integrierten Berechnung und Prognostik unterzogen, der Sektor Mobilität wird anschlußfähig vorbereitet. Auf dieser Grundlage wird der Energy Accelerator-Wettbewerb ausgeschrieben.

Zur Integration des dritten Sektors, des Sektors Mobilität, ist weitere Forschung notwendig.  Zwecks Unterstützung dieses Vorhabens fand im März 2016 ein Treffen mit Jochen Flasbarth, Staatssekretär im BMUB statt, der positiv auf unser Anliegen reagierte. Derzeit wird ein Förderantrag ausgearbeitet, um das Dreieck der Sektorkopplung im regionalen Energiesystem zu vervollständigen. Parallel werden Arbeiten des InnoZ zum Energie- und Mobilitätssystem der Stadtwerke und Verkehrsbetriebe Dessau in die regionale Bilanzierung und Steuerung integriert.

Das Umweltbundesamt UBA hat im Rahmen des Programms EVUplan (BMWi) ein Projekt zur Regionalisierung der Energiewende namens ‘Smart Grid Anhalt’ gestartet, das Mobilität einschließt. Die Energieavantgarde ist in diesem Projekt  Konsortialpartner und als Referenzregion (Reallabor) beteiligt, sodass Ergebnisse aus diesem Projekt auch in die sonstigen Arbeiten zur Mobilität einfließen können.