TAG 192: Arbeitsplan 16/17 steht

06. April 2016

Mit der heutigen gemeinsamen Sitzung des Vorstandes und des Lenkungskreises der Energieavantgarde wurde der Arbeitsplan für die nächsten Monate festgeschrieben. Eine wochenlange intensive Phase der thematischen und strukturellen Selbst-Überprüfung der Energieavantgarde mündet damit in ein aktualisiertes Arbeitsprogramm. Dem Beirat der Energieavantgarde Anhalt wird dieses Programm am 22.4.16 vorgestellt.

Arbeitsplan

Welche Zielgruppen in der Region Anhalt erreichen wir bisher? Ist unser inhaltliches Programm genügend geschärft? Wie gewinnen wir weitere Partner? Welche Forschungsprogramme sind für die Energieavantgarde wichtig?

Die Regionalisierung der Energiesysteme hat sich in den ersten neun Monaten der Arbeit der Energieavantgarde als komplexe Herausforderung gezeigt. Darauf haben wir reagiert. Erfreulich ist: In Wissenschaft und Forschung findet unser Ansatz des regionalen Balancekreises und der Energiewende als soziale und technische Herausforderung immer mehr Anerkennung. Kooperationspartner in der Region und darüber hinaus äußern ihr Interesse. Die politische Aufmerksamkeit nimmt zu. Aber haben wir die Idee der Energieavantgarde in der Region schon ausreichend vermittelt? Diskutieren wir ausreichend mit den BürgerInnen, der Wirtschaft, den Unternehmen vor Ort? Alle gemeinsam sind letztlich die Träger der regionalen Energiewende.

Die Projektsteuerung wurde gestärkt, die drei Handlungsfelder der Energieavantgarde

  1. Regionales Energiesystem
  2. Innovationen (soziale und technische Innovationen)
  3. Partizipation Bildung Vermittlung

wurden bestätigt. Sie sind nun mit konkreten Zielen, Projekten und Programmen im Reallabor Energieavantgarde Anhalt unterlegt.

Die wissenschaftliche Begleitung der Energieavantgarde durch das WZB konnte bereits starten, die ästhetische Begleitforschung durch die Stiftung Bauhaus Dessau wird nun vertraglich fixiert.

Viele weitere Kooperationspartnerschaften und Projekte mit Umweltbundesamt, Landesenergieagentur, Amt für Wirtschaftsförderung Dessau-Roßlau, Regionale Planungsgemeinschaft, Leibniz-Forschungsgemeinschaft, Stadt Dessau-Roßlau, Landkreise Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld, Kommunen, Unternehmen, Landes- und Bundesministerien und vielen weiteren sind nun in die Arbeit der Energieavantgarde schlüssig eingebunden.

Auf europäischer Ebene fanden erste Kontakte statt, um gemeinsame Entwicklungsperspektiven zu entdecken. Haben wir ähnliche Herausforderungen wie die Region Emmen / Haren an der niederländisch-deutschen Grenze? Die Fragen nach der Regionalisierung der Energiewende werden nicht nur in der Region Anhalt immer intensiver gestellt und diskutiert.

Besonders gestärkt wurde unser Ansatz der „SEKTOR-KOPPLUNG“. Die Energiewende wird gelingen, wenn Strom, Wärme und Mobilität gemeinsam betrachtet werden. Lösungen müssen für alle drei Bereiche passen. Die Energieavantgarde Anhalt wird die Chancen integrierter Strategien konsequent entwickeln.

Notwendigerweise kann der Ansatz also nicht weniger komplex werden. Um so wichtiger ist die nun gemeinsam überprüfte Projektstruktur.

Regionaler Balancekreis, Energy Accelerator, die Sichtbarmachung der regionalen Energieflüsse, Innovationswerkstätten, die Energieforen (in Kooperation mit Regionalforum Anhalt) und die Salons der Energieavantgarde werden die Arbeit der nächsten Phase bestimmen und die vielfältigen Projekte bündeln und in Austausch bringen.

Und im Sommer 2016 wird die Botschaft der Energieavantgarde Anhalt erstmals auch am Himmel erscheinen. Und uns zeigen, wie sich Energieumwandlungen in der Region verändern.

Autor: Thies Schröder

 

 

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