TAG 86: Von der Energieavantgarde unter die Lupe genommen – Eine Studie mit wesentlichen Erkenntnissen zur Energieversorgung von morgen

03. Januar 2016

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Kaum hat das neue Jahr begonnen, sind die wesentlichen Zukunftserkenntnisse schon publiziert.

Im Ernst: die Studie „Flexibilitätskonzepte für die Stromversorgung 2050“ der Nationale Akademie der Wissenschaft en Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist aufgrund der Auswertung der Vielzahl der Wege der Energiewende wirklich zielführend, hilft sie doch, aus den vielfachen die sinnvollen und damit wahrscheinlichen Möglichkeiten herauszufiltern.

Für die Energieavantgarde Anhalt ist vor allem folgende Aussage relevant:

„Zentrale oder dezentrale Erzeugung? Insgesamt sind Systeme mit starkem Übertragungsnetzausbau sowie dem kombinierten Einsatz von dezentralen und zentralen Kraftwerkstechnologien günstiger als rein dezentrale Systeme. Lässt man die Verteilnetze außen vor, sind die Stromgestehungskosten eines dezentralen Systems rund zehn Prozent höher (nur Anlagen mit einer Leistung unter 100 Megawatt, 90 Prozent Wind und Photovoltaikanteil). Je niedriger der Wind- und Photovoltaikanteil, desto höher sind die Mehrkosten. Deshalb sollte ein hoher Grad an Dezentralität mit einem starken Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen in allen Teilen Deutschlands, insbesondere nahe der Verbrauchszentren einhergehen.
Umfragen zeigen, dass kleine, dezentrale Anlagen in der Bevölkerung mehr Zustimmung finden als große, zentrale Anlagen. Darüber hinaus stößt der Netzausbau teilweise auf vehementen Widerstand. Bei der Entscheidung für eine zentrale oder dezentrale Architektur der Stromversorgung müssen daher auch die gesellschaftlichen Präferenzen berücksichtigt werden.“

Soweit die Studie, hier in der Kurzfassung: https://www.leopoldina.org/…/2015_12_Kurzfassung_Flexibilita…

Gesellschaftliche Präferenzen und physikalische Notwendigkeiten werden also zu einem Mix aus dezentralen und zentralen Energieumwandlungen auf Basis der regenerativen Energien führen. Die Energieavantgarde Anhalt erkundet den besten Mix aus regionaler Balance und europäischer Kooperation

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