„Vor zwei Jahren undenkbar”

Doch am 9. Mai in Potsdam ist, was laut EAA-Vorsitzenden Thies Schröder „vor zwei Jahren noch undenkbar war“, plötzlich ganz normal – die Energieavantgarde Anhalt präsentierte auf Einladung des Ministers für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg ein völlig neues energiewirtschaftliches Modell: Den Regionalen Balancekreis.

„Die Netzbetreiber wissen, dass sie ein völlig anderes energiewirtschaftliches Regime brauchen, um die nächste Phase der Energiewende meistern zu können,“ sagt Thies Schröder. „Nur eine dezentrale und sektorgekoppelte Energieversorgung kann die Erneuerbaren in ausreichendem Maß ins Strommetz integrieren. Und diese Balance ist physikalisch bedingt nun einmal zuallererst eine regionale.“

Vor dem Fachforum  Energiewende im Potsdamer Ministerium präsentierte Schröder, unterstützt von Dr. René Mono vom Berliner Thinktank Dynamis, den Regionalen Balancekreis. Neben Schröder und Mono diskutierten u.a. Dr. Michael Koch vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sowie Vertreter des Netzbetreibers mitnetz und Forscher der BTU Cottbus-Senftenberg.

Laut Schröder geraten Netzbetreiber zunehmend unter den Druck immer massiverer Regelungskonflikte, die aus der traditionellen Netzentgeltsystematik in Verbindung mit fehlender Sektorkopplung entstehen. Strom wird in Regionen mit bereits hohen Anteilen erneuerbarer Energien lieber abgeregelt anstatt vor Ort zur Deckung der sektorübergreifenden Energienachfrage genutzt zu werden. Höhere Kosten für Netzbetreiber und damit auch höhere Netzentgelte für die Kunden sind die Folge. „Das macht unseren Ansatz des regionalen Balancekreises für Energieversorger und Landespolitik heute interessant,“ sagt Schröder.

Energiewende für alle

„Energy in Demand“ ist eines der international führenden Online-Medien für nachhaltige Energie. Der Artikel, der auf ein längeres Interview mit dem Vorsitzenden der EAA Thies Schröder aufbaut, beschreibt die wachsende Schere der Energiewende, in der Nutzen und Lasten sind ungleich verteilt seien – zwischen reich und arm, West und Ost, alten und neuen Akteuren des Energiesystems. Ausführlich werden die Bemühungen der EAA gewürdigt, wie sie sich seit ihrer Gründung im Jahr 2015 dafür einsetzt, der Energiewende mittels regionaler Wertschöpfung ein sicheres Standbein zu geben.

Jeder Tag ist Freitag

Ebenso wie der Klimawandel sozial schwächere Menschen besonders hart trifft, werden auch Kosten und Nutzen der Klimapolitik ungerecht verteilt. So wie Klimaschutz bislang politisch aufgestellt ist, trifft er oft die Armen und Besitzlosen härter als die Reichen.

Die Energieavantgarde Anhalt hat 15 Tipps gegen den Klimawandel zusammengestellt, die jeder nutzen kann und die niemanden benachteiligen – auch wenn’s ein bisschen Mühe kosten kann. Gesund ist es allemal! Nicht nur an Freitagen.

15 Tipps für den persönlichen Klimaschutz – für jedermann/frau